Am 1.2.2016 hat Pfarrerin Tina Greitemann ihren Dienst in der Dornbuschgemeinde auf einer damals freigewordenen ½ Stelle angetreten, die zuvor jahrelang von wechselnden Pfarrvikarinnen besetzt war. Mit ihr sollte wieder Kontinuität in die Besetzung der Stelle gebracht werden, und das ist im Rückblick angesichts der gut 10-jährigen Amtszeit mit im Laufe der Zeit auf eine volle Stelle angewachsenen Arbeitsanteil auch gelungen. Zum 31.8.2026 verlässt Tina Greitemann nun die Dornbuschgemeinde.

Aus diesem Anlass führte Klaus Drescher für unser Gemeindeblatt WAD das folgende Interview mit Tina Greitemann:

WAD: Wie blickst du auf die Zeit in der Dornbuschgemeinde zurück?
TG: Für mich war die Wahl als Pfarrerin der Dornbuschgemeinde vor gut 10 Jahren das Beste, was mir in meinem Berufsleben passieren konnte. Ich habe mich von Anfang an in der Gemeinde und der Dornbuschkirche Zuhause gefühlt. Im Team mit Doris Müller-Fisher und nach ihrer Pensionierung mit Anja Harzke sowie mit Andrea Kämper und so vielen engagierten Ehrenamtlichen war es ein wunderbares Arbeiten.

WAD: Was lockt Dich an einer Pfarrstelle im Ausland?
TG: Während meiner Studienzeit habe ich in Hong Kong, in Jerusalem und in Brighton Auslandsgemeinden erlebt. Es schlummert schon eine Weile in mir der Traum, auch mit der Familie nochmal ins Ausland zu gehen.

WAD: Wieso Schweden?
TG: Vor drei Jahren, als wir mit der ganzen Familie Urlaub in Schweden machten und mein Mann und ich uns beim Bummeln durch Stockholm vor der St. Gertruds Kirche wiederfanden, da wurde dieser Traum zum ersten Mal konkret: „Wie wäre es, wenn wir nach Stockholm gehen?“ kam es uns gleichzeitig über die Lippen. Als im Sommer 2025 die Pfarrstelle der deutschen Gemeinde St. Gertrud ausgeschrieben war, haben wir uns mit der ganzen Familie beraten. Alle haben die Bewerbung unterstützt.

WAD: Sprichst du Schwedisch?
TG: Noch nicht. Bevor die neue Stelle am 1. September beginnt, werden wir für sechs Wochen einen Intensiv-Sprachkurs in Stockholm machen.


WAD
: Was wirst Du besonders vermissen?

TG: Die Menschen, die mir in den 10 Jahren so ans Herz gewachsen sind! Kinder, die ich in der Grundschule unterrichtet habe und dann konfirmieren durfte. Familien, deren Kinder ich getauft und im Kindergottesdienst begleitet habe.
Das Kigoteam, die Meditationsgruppe,
den Besuchsdienstkreis. Ich werde das vertrauensvolle Miteinander im KV vermissen, die Feste und die vielen engagierten Hände, die immer und überall mit anpacken. Ebenso meine Kolleg*innen, das tolle Team im Gemeinsamen Gemeindebüro, den Zusammenhalt im Pfarrkonvent und vieles vieles mehr.

WAD
: Was nimmst Du vom Dornbusch mit nach Stockholm?

TG: Das große Fenster mit dem auferstandenen Christus, das am Ostermorgen in unendlich vielen bunten Lichttupfern 
die ganze Kirche erfüllte und uns alle strahlen ließ. Dieses Foto hängt schon jetzt in
meinem Büro. Ich werde es auch in Stockholm wieder aufhängen, verbunden mit der Freude und großen Dankbarkeit für zehn lange, erfüllte Jahre in der Dornbuschgemeinde und im Verkündigungsteam des Nachbarschaftsraums Frankfurt Mitte-Nordost.

WAD: Womit können wir dir zum Abschied eine Freude machen?
TG:
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr am 21. Juni um 18 Uhr zu meinem Abschiedsgottesdienst kommt und zum Mittsommer noch lange im Gemeindegarten beisammenbleibt. Und sollte es den einen oder die andere nach Stockholm verschlagen: Ihr findet mich in der deutschen Kirche St. Gertrud!

Die Dornbuschgemeinde bedankt sich bei Tina Greitemann herzlich für die lange Zeit der Zusammenarbeit!
In den letzten Jahren war die Arbeit zunehmend vom Auf- und Umbau der neuen Gemeindestrukturen geprägt, auch hierzu hat Tina Greitemann viel Arbeit und gute Ideen eingebracht.

Wir wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen und würden uns freuen, sie bei künftigen Aufenthalten in Frankfurt wieder begrüßen zu können – daher sagen wir nicht „Hejdå” (Lebewohl), sondern ”Vi ses senare” (Auf Wiedersehen).

(Klaus Drescher in WAD, Ausgabe 134)

Breadcrumbs

Impressum und Datenschutz

Impressum     ι     Datenschutzerklärung