Am 30.11.2025 war es leider soweit, unsere guten Hausgeister, der Hausmeister und die Reinigungsfee, beenden ihre Arbeit in der Dornbuschgemeinde. Als Anfang der 1990er Jahre der damalige Küster Herr Langner gesundheitsbedingt seine Arbeit nicht mehr machen konnte, wurde die Stelle ausgeschrieben. Es gab viele Bewerbungen und der damalige Personalausschuss mit Pfrn. Doris Müller-Fisher und Frau Beyersdörfer an der Spitze führte an einem Samstag von 9-18 Uhr die Bewerbungsgespräche. Als letzter wurde Herr Wisniewski gehört. Dieser machte dabei einen so guten Eindruck, dass sich der Personalausschuss schnell einig war, den nehmen wir! Da er keine Telefonnummer hinterlassen hatte, fuhren Pfrn. Doris Müller-Fisher und Frau Beyersdörfer an seinen Wohnort. Weil mit der Arbeit damals noch allsonntäglicher Küsterdienst verbunden war, wollte die Gemeinde auch das Einverständnis der – wie er katholischen – Ehefrau, dass sie einverstanden ist, weil er damit sonntags morgens nicht mehr den katholischen Gottesdienst besuchen konnte. Sie war einverstanden und konnte bei dieser Gelegenheit gleich gefragt werden, ob sie bereit sei, einen Minijob als Reinigungskraft aufzunehmen. Beide wurden am 1. bzw. 3.12.1991 eingestellt, und das haben wir bis heute nicht bereut.
Marek Wisniewski begann seinen Dienst offiziell zwar erst am 1.12.1991, war aber schon im November zur Einarbeitung durch Herrn Langner immer wieder da. Er besuchte erfolgreich Küsterkurse und lernte dort u.a. Altargestecke fertigen, eine Tätigkeit, die er jahrelang gerne ausübte und die wegen seiner Ergebnisse von der Gemeinde immer sehr geschätzt wurde.
Daneben waren natürlich umfangreiche Hausmeistertätigkeiten zu leisten, Reinigungen, Pflegen der Außenanlagen, Wartungen und Kleinreparaturen, Technische Hilfe zur Vorbereitung von Veranstaltungen, Fahrten zur Poststelle des Regionalverbandes, Schneeräumung im Winter u.v.m., den allabendlichen Kontrollgang rund ums Haus mit der Überprüfung, ob alle Gruppen und Kreise die Lichter gelöscht und das Haus ordentlich abgeschlossen haben, nicht zu vergessen. Und auch unsere Kita unterstütze er immer wieder.
Die damalige Einführung des Planungsbezirks zusammen mit der Nazareth- und Bethlehem-Gemeinde führte 2008 zu einer Erweiterung des Arbeitsbereichs, so dass einige Aufgaben bei uns, insbesondere der sonntägliche Küsterdienst, nun von Ehrenamtlichen geleistet werden mussten. Auch diese Erweiterung machte ihm nichts aus, in der Nazarethgemeinde war er ebenfalls schnell sehr geschätzt. Er war immer gut gelaunt, sehr zuverlässig und arbeitsam und immer auch kurzfristig bereit, seinen Arbeitsplan umzustellen, wenn irgendwo anders Hilfe erforderlich war. Seine Selbständigkeit und sein Engagement für die Gemeinde waren vorbildlich und er war, insbesondere beim jährlichen Flohmarkt, bereit, ohne ständigen Blick auf die Uhr und den Feierabend zu arbeiten.
Seine Frau Stanislawa hat ihre Arbeit als Reinigungskraft in der Gemeinde ebenfalls bis zur jetzigen Verrentung ausgeübt, ruhig, zurückhaltend, zuverlässig und ohne großes Aufheben von ihrer Arbeit zu machen.
Beide konnten im Februar 1992 ins neben dem Gemeindehaus liegende Mitarbeiterhaus einziehen und dort ihre mit der Zeit insgesamt drei Kinder (*1987, 1992 und 1998) großziehen. Glücklicherweise können sie dort nach derzeitigem Stand auch wohnen bleiben.

Wir werden beide sehr vermissen und wünschen ihnen Gottes Segen für den wohlverdienten Ruhestand.

Die offizielle Verabschiedung erfolgt im Gottesdienst am 14.12.2025 um 10 Uhr und wir laden Sie, liebe Gemeinde, dazu und zu einem anschließenden kleinen Empfang herzlich ein.

Klaus Drescher

Breadcrumbs

Impressum und Datenschutz

Impressum     ι     Datenschutzerklärung